Verluste bei der Kapitalanlage – diese 5 Fehler sind vermeidbar

5 Fehler bei der KapitalanlageWährend manche Anleger ihr Vermögen in die Hände des Bankberaters oder eines Vermögensverwalters legen, möchten sich auf der anderen Seite auch viele Kunden selbst um ihre Kapitalanlagen kümmern.

Tendenziell kennen sich Finanzexperten wie Vermögensberater, Vermögensverwalter oder Bankmitarbeiter natürlich besser mit Geldanlagen als Anleger aus. Daraus ergibt sich unter anderem, dass viele Kunden mit der Geldanlage Fehler begehen, die nicht selten zu (unnötigen) Verlusten führen können. Häufig lassen sich diese Fehler mit dem Wissen über den Markt und einzelnen Anlageformen allerdings vermeiden. Aus dem Grund nennen wir im Folgenden einige typische Fehler, die im Zusammenhang mit der Geldanlage gemacht werden.

Kapitalanlage – Fehler 1:
Die eigenen Fähigkeiten überschätzen

Natürlich ist es nicht zwangsläufig bei jeder Kapitalanlage notwendig, dass sich Anleger einer Beratung durch die Bank oder durch einen Vermögensberater unterziehen.

Dennoch sollte man die eigenen Fähigkeiten auf der anderen Seite nicht überschätzen. Dies kann nämlich zu teuren Fehlern führen, die wiederum Verluste verursachen können. Man sollte auf jeden Fall differenzieren, welche Form von Geldanlagen man nutzen möchte.

Natürlich muss man beispielsweise für eine Tages- oder Festgeldanlage keine Beratung in Anspruch nehmen, dass es sich zum einen um sehr einfach verständliche und zum anderen um eine sehr sichere Anlageform handelt. 

Sobald es allerdings um etwas komplexere Produkte geht, und seien es lediglich Wertpapiere wie Aktien, Anleihen oder ETFs, sollte man einen gewissen Kenntnisstand haben. Insbesondere bei Wertpapieren ist es empfehlenswert, sich vor dem Kauf mit dem Markt und den einzelnen Produkten auseinanderzusetzen.

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Ein gutes Beispiel sind Anleihen, von denen es ganz unterschiedliche Arten gibt. So macht es zum Beispiel einen erheblichen Unterschied, ob Sie Ihr Geld in eine Staatsanleihe aus Deutschland oder in einer Gewinnobligation eines Unternehmens aus dem Ausland investieren. 

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Unabhängig von Bankberatern agieren bedeutet nicht zwangsläufig, dass du als Anleger keine Informationen und Ratschläge erhalten darfst. Wenn du dich ausführlicher mit der gewünschten Geldanlage auseinandersetzt und zum Beispiel an eine Strategie orientierst, ist die Gefahr bereits deutlich geringer, dass du dich selbst überschätzen und daraus Verluste resultieren.

Kapitalanlage – Fehler 2:
Nach Gefühl investieren

Ein häufiger Fehler bei der Geldanlage, den insbesondere Anfänger machen, ist das Investieren nach Gefühl.

Dies ist besonders im Wertpapierbereich gefährlich, denn Gewinne oder Verluste resultieren dort meistens aus den Kursbewegungen der Aktien, Anleihen oder Fonds. Wer zum Beispiel die für sein Portfolio gedachten Aktien aus dem Bauch heraus auswählt, der erleidet meistens unnötige Verluste.

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Stattdessen ist es ratsam, auf Basis einer guten Strategie zu handeln. Dazu gehört zum Beispiel, eine Fundamental– und Chartanalyse durchzuführen und sich über die einzelne Aktie möglichst umfassend zu informieren. Gleiches gilt natürlich bei der Auswahl anderer Geldanlagen, wie zum Beispiel:

  • Anleihen
  • Sachwertanlagen
  • Geschlossene Fonds
  • Beteiligungen
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Eine gute Anlagestrategie ist fast immer Erfolg versprechender, als zum Beispiel Aktien nur aus dem Bauch heraus zu wählen. Dabei reicht eine einfache Strategie nach gewissen Vorgaben aus. Achte außerdem stets auf ein ausgewogenes Risikomanagement!

Kapitalanlage – Fehler 3:
Lediglich eine Anlageform ohne Diversifikation wählen

Heutzutage gibt es kaum einen Experten, der Anlegern ab einem gewissen Anlagebetrag nicht zur Diversifikation raten würde.

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Mit dem Diversifizieren ist das Verteilen deines Vermögens auf mehrere Anlageprodukte gemeint, die im Idealfall zudem aus verschiedenen Anlageklassen stammen sollten. Die Diversifikation hat zwei wesentliche Vorteile, nämlich zum einen die Risikostreuung und somit Risikoreduzierung und zum anderen die Optimierung des möglichen Ertrages.

Es ist ein sehr großer Fehler, wenn du dein Kapital lediglich in ein Anlageprodukt investierst, beispielsweise in eine einzelne Aktie. Gibt es bei diesem Wertpapier größere Kursverluste, wirken sich diese negativ im Verhältnis 1:1 auf dein Gesamtvermögen aus. 

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Investiere möglichst nicht dein gesamtes Kapital in ein einzelnes Finanzprodukt. Wesentlich Erfolg versprechender und sinnvoller ist es, eine Aufteilung des Vermögens vorzunehmen, also eine Diversifikation durchzuführen. Sinnvoll ist diese Maßnahme schon ab einer Anlagesumme von insgesamt 5.000 oder spätestens ab 10.000 Euro.

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Kapitalanlage – Fehler 4:
Auf Geheimtipps und Angebote mit hohen Renditen setzen

Es liegt in der Natur der Sache, dass Anleger mit einem Investment einen Gewinn erzielen möchten.

Dagegen ist auch nichts zu sagen, wenn man sich auf der anderen Seite den vorhandenen Risiken bewusst ist. Dennoch passiert es nicht selten, dass Kunden der Versuchung erliegen, wenn ein Anlageprodukt mit einer ungewöhnlich hohen Rendite angeboten wird.

Solange in dieser Hinsicht auch die bestehenden Risiken genannt werden, lässt sich dies noch verantworten. Allerdings meinen nicht wenige Anleger, dass hohe Sicherheit und eine überdurchschnittlich hohe Rendite problemlos miteinander zu vereinigen wären. Dies ist definitiv nicht der Fall! 

Falls du beispielsweise ein Angebot hast, bei dem dir eine Rendite von jährlich 8 % Prozent und zugleich eine sehr hohe Sicherheit versprochen wird, kann es sich dabei kaum um ein transparentes und seriöses Anlageangebot handeln.

Es gilt nämlich im Anlagebereich der Leitsatz, dass eine überdurchschnittlich hohe Rendite nahezu immer mit einem erhöhten Risiko verbunden ist. Dies zeigt sich aktuell beispielhaft in der Niedrigzinsphase. Tages- und Festgelder sind zwar äußerst sicher, weisen allerdings nur noch geringste Erträge auf. Wenn du heutzutage eine Rendite von vier oder mehr Prozent erzielen möchtest, ist es schlichtweg nahezu unmöglich, das mit einer sehr sicheren Anlageform zu erreichen.

Auch wenn es verführerisch ist: Sei gerade bei hohen Renditeversprechungen mit scheinbar ebenfalls hoher Sicherheit äußerst kritisch. Zwar kannst du auch in der aktuellen Niedrigzinsphase tatsächlich Anlageformen finden, bei denen die durchschnittliche Jahresrendite zwischen sechs und acht Prozent beträgt. Dann solltest du jedoch stets bedenken, dass damit ein deutlich erhöhtes Risiko verbunden ist.

Kapitalanlage – Fehler 5:
Nicht über die Kosten der Anlage informieren

Ein ebenfalls häufig auftretender Fehler bei der Kapitalanlage besteht darin, dass Anleger – zum Beispiel beim Vergleich verschiedener Angebote – nur auf die Performance achten.

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Klassisches Beispiel: Du interessierst dich für ein Investment in einen Fonds, beispielsweise in einen Aktienfonds. In dem Zusammenhang betrachtest du vielleicht die entsprechende Broschüre oder informierst dich im Internet, wie die Wertentwicklung eines Fondsanteils in den letzten fünf bis zehn Jahren ausgesehen hat. Hat der Fonds beispielsweise eine Performance von durchschnittlich sechs Prozent im Jahr erzielt, klingt dies natürlich zunächst einmal sehr gut. 

Zahlreiche Anleger vergessen an der Stelle allerdings, dass sich natürlich auch die Kosten auf die Rendite auswirken, und zwar im negativen Sinne. Gerade bei aktiv gemanagten Fonds sind jährliche Kosten von mehr als zwei Prozent keine Seltenheit. Zu beachten sind zum Beispiel die Management- und die Verwaltungsgebühren. Diese beispielsweise zwei Prozent Kosten musst du Jahr für Jahr vom Ertrag abziehen, sodass aus der scheinbaren Rendite von sechs Prozent nur noch vier Prozent oder weniger werden. 

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Achten bei einer Geldanlage nicht nur auf die reine Performance und Kursentwicklung, sondern informieren dich stets ebenso zu den Kosten. Die Performance abzüglich der Kosten ergibt die Rendite, die deutlich besser als Vergleich geeignet ist.

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