Sparen mit ETFs – Vermögensaufbau und private Rente

Geld sparen mit ETFsDas regelmäßige Sparen ist für immer mehr Bundesbürger wichtig, da zahlreiche Menschen erkannt haben, dass die gesetzliche Rente alleine im späteren Alter nicht ausreichen wird. Am Finanzmarkt stehen zahlreiche Anlage- und Sparerprodukte zur Verfügung, die zum einmaligen Investment oder auch für regelmäßige Einzahlungen genutzt werden können. 

Eines dieser Produkte sind ETFs, die sogenannten Indexfonds.

In unserem Beitrag wirst du erfahren, worum es sich bei ETFs handelt. Ferner gehen wir darauf ein, warum du einerseits mit Exchange Traded Funds Geld sparen und zum anderen ebenso regelmäßig Vermögen aufbauen kannst. Selbst für eine spätere Altersvorsorge sind Indexfonds bestens geeignet.

Welche Sparverträge gibt es am Markt?

Zunächst möchten wir dir einen Überblick darüber geben, welche Sparverträge aktuell am Markt angeboten werden.

Du kannst dich zwischen diesen Varianten entscheiden, wenn du regelmäßig sparen möchtest, um vielleicht für die spätere private Altersvorsorge Vermögen aufzubauen. Im Überblick eignen dazu insbesondere die folgenden Sparformen:

  • Banksparplan
  • Bausparvertrag
  • Kapitallebensversicherung
  • Private Rentenversicherung
  • Edelmetall-Sparplan
  • Fondssparplan
  • ETF-Sparplan
  • Aktiensparplan

Wüsstest du nun auf Anhieb, welches die beste Variante ist, wenn du regelmäßig sparen möchtest? Vermutlich nicht!

Was ist ein ETF Sparplan?Dies ist allerdings kein Wunder, denn selten werden die einzelnen Sparformen ausführlich erläutert. Daher wissen viele Menschen nicht, welches die optimale Variante ist, um regelmäßig Geld zu sparen. 

Sowohl den Bausparvertrag als auch den Banksparplan kannst du in den meisten Fällen komplett ausschließen.

Der Bausparvertrag ist zwar gut geeignet, wenn du später Immobilieneigentum erwerben möchtest, nicht aber als reiner Sparvertrag zum Vermögensaufbau. Gleiches gilt mittlerweile für Banksparplan, was einfach daran liegt, dass dessen Renditen extrem niedrig sind. 

Leider gilt das mittlerweile in großen Teilen auch für neue abzuschließende Kapitallebensversicherungen und private Rentenversicherungen. In diesem Fall ist die Rendite ebenfalls relativ gering, sodass es sich schlichtweg nicht mehr lohnt, beispielsweise eine Kapitallebensversicherung für die spätere Altersvorsorge oder zum bis dato geplanten Vermögensaufbau zu wählen. 

Edelmetall-Sparpläne sind zwar aktuell sehr trendy, vor allem weil Gold und Silber als krisensicher und wertbeständig gilt. Allerdings hast du in dem Fall auch größere Kurs- bzw. Preisrisiken, sodass Edelmetalle eigentlich nur einen kleineren Teil des Vermögensaufbaus ausmachen sollten. 

Im Grunde gibt es daher nur noch drei der zuvor genannten Produkte, die tatsächlich sehr gut geeignet sind, um regelmäßig Geld zu sparen.

Der Aktiensparplan fordert von dir allerdings einiges an Wissen, denn du musst selbst entscheiden, welche Aktien du regelmäßig kaufen möchtest. Für viele Sparer ist dies jedoch ein Ausschlusskriterium, was einfach daran liegt, dass man entweder nicht die Zeit oder die Lust hat, sich so intensiv mit dem Markt zu beschäftigen, dass man die geeigneten Wertpapiere wählen könnte. 

Bleiben also noch der ETF-Sparplan und der klassische Fondssparplan. Warum dieser im direkten Vergleich mit dem ETF-Sparen meistens schlechter abschneidet, werden wir in einem der folgenden Abschnitte unseres Beitrags ebenfalls ausführlicher erläutern.

Was ist ein ETF Sparplan?

ETFs gibt es mittlerweile seit mehr als zehn Jahren.

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Lass dich allerdings nicht von den unterschiedlichen Bezeichnungen verwirren, denn nicht immer wird – auch bei den Angeboten der Banken – von ETFs gesprochen. Darüber hinaus werden nämlich ebenso die folgenden Begriffe verwendet:

  • Exchange Traded Funds
  • Indexfonds
  • Passivfonds
  • ETF-Fonds
  • Passiv gemanagte Fonds

In jedem Fall wird durch die unterschiedlichen Namen vermittelt, dass ETFs sich dadurch auszeichnen, dass Sie einen bestimmten Index passiv nachbilden.

Was aber heißt das im Detail?

Indexfonds sind Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds nicht dazu gedacht, dass der entsprechende Fondsmanager aktiv eine Auswahl trifft, welche Aktien er ins Portfolio aufnehmen möchte. Stattdessen ist von vornherein bei jedem ETF festgelegt, um welche Aktien es sich handeln wird.

Dies wird dadurch bestimmt, welchen Index der jeweilige ETF im Detail nachbilden soll. Schauen wir uns deshalb den Deutschen Aktienindex als Beispiel an. 

Angenommen, es handelt sich um einen sogenannten DAX-ETF.

Dies würde bedeuten, dass der Indexfonds den Deutschen Aktienindex im Verhältnis 1:1 nachbilden würde.
Anders ausgedrückt: Der Fondsmanager hätte bei diesem DAX-ETF lediglich die Aufgabe, alle Aktien für das Fondsportfolio zu erwerben, die auch im DAX notiert werden. Er müsste also 30 unterschiedliche Aktientitel kaufen.

Dabei hat der Manager ebenfalls die Aufgabe, die Aktien in der gleichen Gewichtung für das Portfolio zu erwerben, wie sie sich im Deutschen Aktienindex gestaltet. Somit bildet der DAX-ETF tatsächlich den deutschen Leitindex mit den enthaltenen Aktien im Verhältnis 1:1 nach. Dies ist gleichermaßen die prinzipielle Funktionsweise, die du so bei jedem einzelnen Indexfonds findest.

Das solltest du unbedingt wissen:
Welcher ETF Sparplan passt zu mir?

Wie kann ich ETF kaufen?

Trade RepublicEin weiterer wichtiger Unterschied zwischen ETFs und aktiv gemanagten Fonds besteht darin, dass du die Indexfonds an der Börse handeln kannst.

Du kaufst Fondsanteile also genauso wie Aktien, indem du eine Kauforder an die Börse gibst. Dies gilt sowohl für einmalige Investments als auch für das regelmäßige Sparen, denn natürlich kannst du Indexfonds in einen ETF-Sparplan integrieren, sodass monatlich automatisch Fondsanteile erworben werden.

Auf den ETF-Sparplan und seine Vorteile gehen wir ebenfalls in einem der folgenden Abschnitte unseres Beitrages näher ein.

 

Was sind die laufenden Kosten für ETF?

Eine der entscheidenden Vorteile der ETFs gegenüber aktiv gemanagten Fonds sind die niedrigeren Kosten.

Dazu musst du wissen, dass die Gesamtkostenquote, also die Gebühren, die auf ein Jahr gerechnet zahlst, bei aktiv gemanagten Fonds häufig sogar mehr als zwei Prozent beträgt. Zwei Prozent jährlich Kosten heißt jedoch, dass du eine Rendite von mindestens 2,1 Prozent erwirtschaften musst, um überhaupt erst in der Gewinnzone zu landen. Weist der aktiv gemanagte Fonds also zum Beispiel eine jährliche Performance von sechs Prozent auf, würden nach Abzug von zwei Prozent Kosten lediglich vier Prozent als Nettorendite übrig bleiben.

Dabei gibt es verschiedene Kostenfaktoren, aus denen sich die Gesamtkostenquote bei aktiv gemanagten Fonds zusammensetzt, nämlich:

  • Managementgebühr
  • Verwaltungsgebühr
  • Ausgabeaufschlag
  • Vertriebsprovision

Exakt diese Kosten sind es, die bei den ETFs erheblich geringer sind.

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Zunächst einmal gibt es faktisch bei keinem Indexfonds eine Managementgebühr, da der Fondsmanager nur die Aufgabe hat, einen Index passiv nachzubilden. Dafür ist nicht wirklich größeres Fachwissen vonnöten, sondern eine solche Nachbildung kann im Grunde nahezu jeder Anfänger vornehmen. 

Welche Kosten gibt es bei ETFs

Darüber hinaus haben Indexfonds keinen Ausgabeaufschlag, denn die Fondsanteile kosten beim Kauf genauso viel wie beim Verkauf, sollte sich der Kurs in der Zwischenzeit nicht geändert haben. Somit ist die Gesamtkostenquote bei ETF-Fonds deutlich geringer als bei aktiv gemanagten Fonds und bewegt sich im Durchschnitt zwischen 0,4 und 0,5 Prozent. 

Allein aufgrund dieser Tatsache hast du bei Indexfonds im direkten Vergleich mit aktiv gemanagten Fonds einen Kostenvorteil von durchschnittlich über 1,5 Prozent. Diese geringeren Kosten wirken sich natürlich auf die Rendite positiv aus, denn diese wird durch die wesentlich geringeren Kosten im Durchschnitt um mehr als 1,5 Prozent höher ausfallen.

Wie verhält es sich mit der Performance von Indexfonds?

Wenn du mit ETFs regelmäßig sparen möchtest, dann möchtest du naturgemäß auch eine gute Performance erzielen. Was ist damit gemeint?

Du darfst die Performance zunächst einmal nicht mit der Rendite verwechseln. Mit der Performance ist nämlich ausschließlich die Wertentwicklung gemeint, also wie sich der Preis des einzelnen Fondsanteils im Laufe des Jahres entwickelt.

Nun könnte man meinen, dass zumindest bei der Performance der aktiv gemanagte Fond im Vorteil sein müsste. Immerhin kümmert sich ein erfahrener Fondsmanager mit viel Fachwissen darum, beim Aktivfonds die entsprechenden Aktien so auszuwählen, dass diese besser als der Markt abschneiden. 

Tatsächlich ergeben Untersuchungen in den letzten Jahren immer wieder, dass erstaunlicherweise die ETFs häufiger selbst bei der reinen Performance besser als aktiv gemanagte Fonds abschneiden.

Anders ausgedrückt, hast du als Anleger und Sparer mit ETFs eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass du eine bessere Performance mit Indexfonds als mit aktiv gemanagten Fonds erzielst. Dies lässt sich nicht pauschalieren, aber dennoch haben die ETFs in diesem Bereich öfter einen Vorteil.

Wenn du dann noch die zuvor bereits erwähnten niedrigeren Kosten mit dazu nimmst, können ETFs im direkten Vergleich mit den aktiv gemanagten Fonds sowohl bei den Kosten als auch bei der Performance überzeugen, sodass du schlichtweg eine gute Chance hast, mit ETFs eine sehr gute Rendite zu erzielen.

Welche Rendite habe ich bei ETFs?

Du möchtest mit ETFs Geld sparen? Dies kannst du sogar im doppelten Sinne.

Wie wir in unserem bisherigen Beitrag erläutert haben, sind ETFs auf der einen Seite bestens geeignet, um damit Vermögen aufzubauen, also regelmäßig Geld im Rahmen eines Sparvertrags anzusparen. Zum anderen sparst du mit ETFs auch in dem Sinne Geld, als dass die Kosten deutlich geringer als bei aktiv gemanagten Fonds und somit den im Grunde einzig vergleichbaren Finanzprodukten am Markt sind, die du ebenfalls sehr gut zum Vermögensaufbau nutzen könntest.

Es stellt sich nun allerdings die Frage, welche Renditen sich im Detail bei ETFs erzielen lassen.

Pauschal ist diese Frage nicht zu beantworten, denn es kommt sehr auf den einzelnen Indexfonds an, wie hoch dein Ertrag ausfallen kann. Da es sich bei den meisten Passivfonds um ETFs handelt, die einen Aktienindex nachbilden, hängt die Performance ebenso davon ab, wie sich die einzelnen Aktien, der Gesamtmarkt oder auch die Volkswirtschaft entwickeln. 

Es sind in erster Linie die folgenden drei großen Einflussfaktoren, die sich auf die mögliche Rendite von ETFs auswirken:

  • Entwickeln des Gesamtmarktes (Branchen)
  • Konjunkturelle Entwicklung (Zinsen)
  • Performance der einzelnen Aktienwerte im Index

Es macht also unter Umständen einen sehr großen Unterschied, ob du dich für einen DAX-ETFs oder alternativ für einen Indexfonds entschiedet, der sich am amerikanischen Dow Jones Index orientiert. Daher können valide Aussagen zur Rendite nur in Form von Durchschnittswerten getroffen werden.

Du kannst damit kalkulieren, dass du beim regelmäßigen Sparen in ETFs eine jährliche Nettorendite zwischen sechs bis sieben Prozent hast. Nettorendite bedeutet in dem Zusammenhang, dass die anfallenden Kosten bereits abgezogen sind. 

Wie sicher sind ETFs?

Nicht nur die Rendite spielt beim regelmäßigen Sparen eine große Rolle, sondern vor allem dann, wenn es um die private Altersvorsorge oder den langfristigen Vermögensaufbau geht, legen die meisten Anleger und Sparer größeren Wert auf die Sicherheit.

Demzufolge möchten wir auch im Hinblick auf ETFs die Frage beantworten, welche Risiken das Geld sparen mit Indexfonds beinhaltet. Zunächst einmal solltest du wissen, dass es sowohl bei einer einmaligen Kapitalanlage als auch beim regelmäßigen Vermögensaufbau die folgenden vier Risikoarten geben kann:

Ein Risiko können wir bei ETFs direkt ausschließen, nämlich das Währungsrisiko. Nur unter der Voraussetzung, dass du dich für Indexfonds entscheidest, die nicht in Euro, sondern in einer fremden Währung gehandelt werden, würde dieses Risiko bestehen. 

Ein zweites Risiko, welches es bei ETFs ebenfalls im eigentlichen Sinne nicht gibt, ist das Emittentenrisiko.

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Indexfonds zählen sogar zu den wenigen Anlage- und Sparprodukten überhaupt, die kein Emittentenrisiko aufweisen. Der Grund besteht darin, dass die von dir erworbenen Fondsanteile innerhalb eines Sondervermögens verwahrt werden.
Das heißt: Selbst wenn die entsprechende Fondsgesellschaft, von welcher durch ETFs gekauft hast, Pleite gehen würde, würdest du den Gegenwert deiner Fondsanteile nach dem Verkauf erhalten.

Physisch replizierende und synthetische ETFs

Allerdings gibt es diesbezüglich eine wichtige Einschränkung: Am Markt müssen wir zwei große Gruppen von ETFs unterschieden, nämlich zum einen die physisch replizierenden und zum anderen die synthetischen Indexfonds. Wenn du diese zwei Begriffe noch nie gehört hast, ist dies keineswegs verwunderlich. Es ist allerdings einfacher zu erklären, als es auf den ersten Blick scheinen mag. 

Mit physisch replizierend ist nichts anderes gemeint, als dass der entsprechende Indexfonds tatsächlich – wie in einem unserer vorherigen Abschnitte beschrieben – die Aktien erwirbt und in sein Portfolio verbucht, die auch im zu Grunde liegenden Index vertreten sind. Anders ausgedrückt: Bei den physisch replizierenden DAX-ETFs kauft der Fondsmanager alle im DAX enthaltenen Aktien für das Fondsportfolio.

Anders ist die Vorgehensweise allerdings bei synthetischen ETFs. Hier erwirbt der Fondsmanager entweder gar keine oder nur einen kleinen Teil der Aktien. Stattdessen bildet er den Wert des Index bzw. dessen Zusammensetzung über Derivate wie Swaps ab. Das Problem an synthetischen ETFs ist nun, dass solche Derivate von Banken ausgegeben werden, sodass diese Papiere wiederum ein Emittentenrisiko beinhalten. Vor diesem Hintergrund raten viele Experten dazu, bei der Auswahl der ETFs durchaus darauf zu achten, dass es sich möglichst um physisch replizierende Indexfonds handelt. Dann kannst sicher sein, dass kein Emittentenrisiko existiert, weil die Fondsgesellschaft die Aktien tatsächlich in Ihrem eigenen Depot als Sachwert hat.

Kurs- und Ertragsrisiko bei ETFs

Ein Risiko lässt sich bei ETFs nicht vermeiden, nämlich das Kursrisiko. Zwar ist die Entwicklung langfristig meistens positiv, sodass beispielsweise ab einer Dauer von zehn Jahren selten Verluste auftreten. Dies liegt daran, dass sich die Aktienmärkte im langjährigen Durchschnitt in der Vergangenheit nahezu immer positiv entwickelt haben und es nur ganz ganz wenige Zeiträume von mindestens zehn Jahren gab, in denen Anleger mit breit gestreuten Aktien einen Verlust erlitten hätten. 

Auszuschließen ist das Kursrisiko allerdings nicht, insbesondere dann, wenn du vielleicht einen Teil der angesammelten Fondsanteile bereits nach einigen Jahren wieder veräußern möchtest. Ein weiteres Risiko gibt es bei ETFs ebenfalls, nämlich das Ertragsrisiko. Da du keine Zinsen oder sonstige fixe Erträge erhältst, sondern in erster Linie die möglichst positive Wertentwicklung deinen Gewinn beim regelmäßigen Sparen in ETFs ausmacht, ist die Höhe der Rendite nicht sicher. 

Es besteht also ein Risiko, dass der Ertrag zum Beispiel in einem Jahr nur bei zwei Prozent liegt oder sogar ins Minus rutscht, dafür jedoch vermutlich in einem anderen Jahr auch einmal überdurchschnittlich hohe Renditen zu verbuchen sind. Zusammengefasst bedeutet dies, dass es für gewöhnlich bei ETFs zwei Risiken gibt, nämlich sowohl das Kurs- als auch das Ertragsrisiko. Die Sicherheit des regelmäßigen Sparens in Indexfonds hängt maßgeblich von der Wahl der ETFs und vor allem davon ab, über welchen Zeitraum hinweg durch Geld sparen möchtest.

Private Altersvorsorge: Riester-Sparen und ETFs: Geht das?

Wenn es um das Thema regelmäßiger Vermögensaufbau und vielleicht um den Aufbau einer privaten Altersvorsorge geht, denken viele Sparer zurecht an die Riester-Rente und die damit verbundene staatliche Förderung. Dass zum Beispiel Banksparpläne, ein Bausparvertrag oder auch klassische Fondssparpläne in Form der Riesterfonds gefördert werden, wissen manche Anleger und Sparer bereits.

Doch wie verhält es sich mit dem ETF-Sparen? Ist es auch dann möglich, die staatlichen Zulagen einzubinden? Die Antwort lautet: Ja! 

Grundsätzlich zählen auch ETF-Sparverträge zu den Sparplänen, die in Verbindung mit der Riester-Förderung genutzt werden können. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Am Markt existieren bisher nicht allzu viele ETF-Sparpläne, die als riesterfähig gelten und so vom jeweiligen Anbieter offeriert werden. Daher musst du durchaus etwas länger suchen, um einen solch riesterfähigen ETF-Sparplan nebst Anbieter zu finden.

ETF-Sparen in Kombination mit der Riester-Förderung ist dennoch aktuell sicherlich eine der besten Möglichkeiten überhaupt, wie du langfristig Geld sparen und so eine optimale private Altersvorsorge aufbauen kannst.

Daher möchten wir zusammengefasst an der Stelle noch einmal die wesentlichen Vorteile – insbesondere der Kombination zwischen ETF-Sparplan und Riester-Vertrag – aufzeigen, von denen du profitieren kannst:

  • Geringe Kostenquote
  • Gute Performance
  • Flexibilität
  • Transparente Preisgestaltung
  • Riester-Förderung (Grund- und eventuelle Kinderzulage)
  • Gute Rendite

Für einen ETF-Sparplan wäre es nicht ungewöhnlich, wenn du eine durchschnittliche Jahresrendite von sechs bis acht Prozent erzielst. Hinzu kommt beim Riester-Sparen noch die sogenannte Zulagenrendite, die nicht selten im Bereich zwischen 10 bis 20 Prozent liegt. Somit ist ETF-Sparen in Kombination mit Riester-Sparen vor allem für Familien mit Kindern eine optimale Möglichkeit, wenn regelmäßig Geld gespart und eine private Altersvorsorge aufgebaut werden soll.

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Ich möchte mit ETFs sparen: Wie muss ich vorgehen?

Vielleicht bist du an dieser Stelle bereits davon überzeugt, dass Geld sparen mit ETFs sehr vorteilhaft ist oder du die Indexfonds sogar nutzen möchtest, um im Alter eine entsprechende Zusatzrente zu haben. Daher möchten wir im Folgenden eine kurze Anleitung geben, was du im Einzelnen tun muss, wenn du mit ETFs regelmäßig Geld sparen möchtest:

  1. Wertpapierdepot eröffnen
  2. ETF-Suche nutzen und selektieren
  3. ETF-Sparplan einrichten und ETFs wählen
  4. Ausführungsrhymus und monatlichen Sparbertrag wählen
  5. Für Guthaben auf dem Verrechnungsskonto sorgen
  6. Sparplan wird automatisch ausgeführt
  7. Anteile jederzeit an der Börse veräußerbar

Im ersten Schritt benötigst du also ein Wertpapierdepot, wenn du mit ETFs Geld sparen möchtest. Ein solches Depot kannst du an den folgenden drei Orten bzw. bei nachfolgenden Anbietergruppen eröffnen:

  • Filialbanken
  • Direktbanken
  • Online-Broker

Besonders empfehlenswert sich sicherlich Online-Broker, wie zum Beispiel flatex, TradeRepublic oder die Consorsbank, denn diese überzeugen oft mit günstigen Angeboten, insbesondere bei ETF-Sparplänen.

Zudem ist es relativ komfortabel, wenn du dein Depot und somit dein gesamtes ETF Sparen zukünftig online verwalten kannst. Zuvor ist es empfehlenswert, dass du einen Anbietervergleich durchführst. Achte dabei nicht nur auf die Depotführungsgebühren, sondern ebenso auf die Orderkosten und beim ETF-Sparplan im Speziellen darauf, welche Transaktions- und Ausführungsgebühren eventuell berechnet werden.

Im zweiten Schritt musst du dich natürlich entscheiden, in welche Indexfonds du regelmäßig Sparen möchtest. Beliebt sind vor allem solche Passivfonds, die sich auf die größten und bekanntesten weltweiten Index beziehen, wie zum Beispiel auf den DAX, den Euro Stoxx 50 oder auch auf den Dow Jones Index. Darüber hinaus werden häufig solche ETFs mit hohen Volumina gehandelt, die sich auf den MSCI World Index beziehen.

Mehr rund um Immobilien ETFs findest du hier:
7 Vorteile von Immobilien ETFs

Hast du dich für einen oder mehrere Indexfonds entschieden, geht es nun darum, den Sparplan einzurichten. Dies funktioniert transparent und schnell, denn du musst im Grunde nur die folgenden Selektionen vornehmen:

  • ETF (ISIN = International Securities Identification Number)
  • Ausführungsrhythmus, zum Beispiel monatlich
  • Monatlicher Sparbeitrag, zum Beispiel 100 €

Dies sind die wichtigsten drei Selektionskriterien, die du beim Einrichten eines ETF-Sparplans haben muss. Eine Laufzeit zum Beispiel musst du nicht angeben, denn für gewöhnlich haben ETF-Sparpläne keine begrenzte Dauer. Stattdessen besteht jederzeit die Möglichkeit, den Sparplan aussetzen, du kannst dich für andere Indexfonds entscheiden und natürlich Teile oder das gesamte Portfolio veräußern. 

Ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Es ist aufgrund des sogenannten Cost-Average-Effektes immer sinnvoller, dass du monatlich für einen bestimmten Betrag ETFs kauft, als dass du dich dafür entscheidest, zum Beispiel zwei ETFs im Monat zu erwerben. Du kaufst nämlich etwas mehr Fondsanteile, wenn die Preise niedriger sind und etwas weniger Anteile, wenn die Preise recht hoch sind. Daraus ergibt sich, dass du einen geringeren Durchschnittseinkaufspreis hast, als wenn du jeden Monats zum Beispiel zwei ETF-Fondsanteile erwirbst.

Worauf sollte ich bei der Wahl der ETFs achten?

Du kennst nun die meisten Vorteile, die mit dem Geld sparen in Form von Indexfonds verbunden sind.

Eine Frage ist noch offen, nämlich nach welchen Kriterien du auswählen solltest, welche Indexfonds du in den ETF-Sparplan intgrieren möchtest. Es gibt verschiedene Kriterien, die du bei der bei der Wahl des möglichst optimal passenden ETFs berücksichtigen solltest, insbesondere:

  • Großer und bekannter Emittent
  • Möglichst hoher Umsatz (beim Handel)
  • Physisch replizierend
  • Performance in der Vergangenheit

Anhand dieser Kriterien findest du nach und nach die ETFs, für dich infrage kommen. Es gibt am Markt eine Hand voll großer Emittenten, die zusammengenommen über 80 Prozent des Gesamtangebotes ausmachen. Damit geht meistens einher, dass die ETFs mit einem recht hohen Volumen gehandelt werden. 

Dies kann durchaus wichtig werden, wenn du nämlich einen Teil deines Bestandes kurzfristig veräußern möchtest. Bei kleineren Emittenten und wenig gehandelten ETFs könnte es dann nämlich passieren, dass mehrere Tage am Markt keine Nachfrage vorhanden ist, sodass du die Anteile nicht veräußern kannst. Daher bietet es sich an, dass du dich vor allem für Indexfonds folgender Emittenten entscheidest:

Wie viel Geld kann ich mit ETFs eigentlich sparen?

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass du mit ETFs langfristig Vermögen aufbauen und dieses vielleicht sogar für die private Altersvorsorge nutzen möchtest, sind jährliche Renditen für zahlreiche Sparer, vielleicht auch für dich, recht abstrakt. Du weißt zwar, dass du im Durchschnitt mit dem ETF-Sparen pro Jahr einen Ertrag zwischen sechs bis sieben Prozent erwirtschaften kannst. Was allerdings oft völlig im Dunkeln ist, ist das Gesamtvermögen, das sich aus diesen regelmäßigen Einzahlungen ergeben kann. 

Daher möchten wir im Folgenden anhand einer Beispielrechnung einmal verdeutlichen, welche enorme Kapitalsumme dir im Alter schon mit kleineren monatlichen Einzahlungen zur Verfügung stehen kann. Dabei gehen wir einmal von den folgenden, sehr realistischen Werten aus:

Basisindex: MSCI World
ETF-Sparplan: 200 Euro monatlich
Spardauer: 25 Jahre
Kalkulierte Rendite: 6,5 % p.a.
Guthaben nach 25 Jahren: knapp 150.000 Euro

In diesem Beispiel gehen wir einmal davon aus, dass du aktuell 35 Jahre alt bist und bis zu deinem 60. Lebensjahr mit dem ETF-Sparen eine private Altersvorsorge aufbauen möchtest. Du zahlst monatlich 200 Euro in den Sparvertrag ein und wir kalkulieren mit einer realistischen Durchschnittsrendite von 6,5 % im Jahr. 

Nach 25 Jahren verfügst du auf Grundlage dieser Rechnung tatsächlich über ein Gesamtvermögen in Höhe von fast 150.000 Euro. Davon hast du lediglich 60.000 Euro selbst eingezahlt, nämlich 2.400 Euro pro Jahr und somit in 25 Jahren insgesamt 60.000 Euro. Du hast also anders ausgedrückt mit dem Geld sparen in ETFs innerhalb dieses Zeitraums satte knapp 90.000 Euro an Gewinn erzielt.

Fazit: Geld sparen mit ETFs äußerst empfehlenswert

Ohne konkrete Anbieter zu nennen ist es unter den meisten Experten heute unbestritten, dass Indexfonds einer der besten Wege zum regelmäßigen Vermögensaufbau, zum Sparen und auch zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge sind.

Für die Indexfonds sprechen eine durchschnittlich gute Performance, geringe Kosten, eine durchschnittlich sehr gute Rendite und die Möglichkeit, auch Riester-Förderungen mit einzubeziehen. Zudem sind Indexfonds flexibel, die Anteile sind an der Börse handelbar und im Rahmen eines ETF-Sparplans hast du die Gelegenheit, Monat für Monat automatisch Fondsanteile zu erwerben. 

Aus den genannten Gründen sind ETFs auch aus unserer Sicht eine optimale Möglichkeit, wie du langfristig Vermögen mit einer guten Rendite und ab einer gewissen Laufzeit auch relativ guten Sicherheit aufbauen kannst.

Dabei bleibst du stets flexibel, denn die angesammelten und angesparten Fondsanteile kannst du jederzeit an der Börse veräußern, ohne dabei irgendwelche Kündigungsfristen einhalten zu müssen. Darüber hinaus gibt es mittlerweile eine große Auswahl an Indexfonds, sodass es sehr wahrscheinlich ist, dass du mit ETFs über einen längeren Anlage- und Sparerzeitraum hinweg sehr gut Geld verdienen kannst.

 

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